Inflationsrate sinkt im Oktober auf 2,8 Prozent, Energie verteuert sich langsamer
Die Verbraucherpreise lagen im Oktober 2026 um 2,8 Prozent über dem Vorjahresmonat, nach 3,3 Prozent im September. Energie war 12,2 Prozent teurer.
Von Ressort Wirtschaft ·

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Das Wichtigste
- Die Inflationsrate lag im Oktober 2026 nach vorläufigen Zahlen bei 2,8 Prozent, nach 3,3 Prozent im September, dem höchsten Wert seit Dezember 2023.
- Energie war 12,2 Prozent teurer als ein Jahr zuvor; im September hatte der Anstieg 14,9 Prozent betragen.
- Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie sank von 2,4 auf 2,1 Prozent.
- Gegenüber September fielen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Endgültige Zahlen folgen am 11. November.
Die Teuerung in Deutschland hat im Oktober nachgelassen. Die Verbraucherpreise lagen nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, teilte die Behörde am 30. Oktober 2026 mit. Im September hatte die Inflationsrate noch 3,3 Prozent betragen, den höchsten Wert seit Dezember 2023. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise im Oktober um 0,2 Prozent.
Energie bleibt teuer, doch der Anstieg flacht ab
Treiber der Teuerung waren in den vergangenen Monaten die Energiepreise. Haushaltsenergie und Kraftstoffe kosteten im Oktober voraussichtlich 12,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im September waren es 14,9 Prozent gewesen, der stärkste Anstieg seit Februar 2023. Im Juni hatte die Rate noch bei 3,4 Prozent gelegen; danach stieg sie drei Monate in Folge, auf 8,3 Prozent im Juli und 10,5 Prozent im August.
Teuerung bei Energie gegenüber dem Vorjahresmonat Veränderung in Prozent; Haushaltsenergie und Kraftstoffe; Oktober vorläufig
Daten als Tabelle
| Monat | Veränderung in Prozent; Haushaltsenergie und Kraftstoffe; Oktober vorläufig |
|---|---|
| Juni 2026 | 3,4 % |
| Juli 2026 | 8,3 % |
| August 2026 | 10,5 % |
| September 2026 | 14,9 % |
| Oktober 2026 | 12,2 % |
Destatis hatte den Preisauftrieb im September mit der Entwicklung am Rohölmarkt seit Beginn des Iran-Kriegs erklärt. Kraftstoffe waren damals 37,1 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, leichtes Heizöl 74,9 Prozent. Strom (minus 5,5 Prozent) und Erdgas ohne Betriebskosten (minus 2,8 Prozent) kosteten dagegen weniger als im Vorjahresmonat. Für Oktober hat das Amt solche Einzelwerte noch nicht veröffentlicht.
Seit dem 1. Oktober ist zudem die Energiesteuer auf Super und Diesel wieder gesenkt, befristet bis zum 31. Dezember 2026. Nach einer Übersicht von Destatis sinkt die Belastung um rund 17 Cent je Liter, davon 14,04 Cent Energiesteuer und der Rest anteilige Umsatzsteuer. Auf die Preise an den Tankstellen wirkt sich das unmittelbar aus, wenn die Mineralölkonzerne die Senkung vollständig weitergeben. Dieselbe Senkung hatte bereits vom 1. Mai bis zum 30. Juni gegolten und war von Juli bis September entfallen. Wie viel sie zum schwächeren Anstieg der Energiepreise im Oktober beigetragen hat, geht aus der Schnellmeldung nicht hervor.
Kerninflation sinkt auf 2,1 Prozent
Auch ohne Energie und Nahrungsmittel hat der Preisauftrieb nachgelassen. Die sogenannte Kerninflation ging von 2,4 Prozent im Juli, August und September auf 2,1 Prozent zurück. Dienstleistungen verteuerten sich um 2,5 Prozent nach 2,7 Prozent im September, Waren um 3,0 Prozent nach 3,8 Prozent. Nahrungsmittel kosteten wie im Vormonat 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
| Gütergruppe | Juli 2026 | August 2026 | September 2026 | Oktober 2026 |
|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 2,8 | 2,9 | 3,3 | 2,8 |
| Ohne Nahrungsmittel und Energie | 2,4 | 2,4 | 2,4 | 2,1 |
| Dienstleistungen | 2,9 | 2,8 | 2,7 | 2,5 |
| Waren | 2,5 | 3,0 | 3,8 | 3,0 |
| Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) | 8,3 | 10,5 | 14,9 | 12,2 |
| Nahrungsmittel | 0,4 | 0,1 | 0,4 | 0,4 |
Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), den Destatis für Vergleiche im Euroraum berechnet, lag im Oktober ebenfalls 2,8 Prozent über dem Vorjahresmonat und 0,1 Prozent unter dem Vormonat. Er ist das zentrale Maß, an dem die europäische Geldpolitik Preisstabilität misst.
Wie es weitergeht
Die Oktober-Zahlen beruhen auf den bisher vorliegenden Ergebnissen und sind vorläufig. Endgültige Ergebnisse will Destatis am 11. November 2026 veröffentlichen. Wie stark die Teuerung den eigenen Haushalt trifft, lässt sich mit dem persönlichen Inflationsrechner des Amtes abschätzen, in dem man die eigenen monatlichen Ausgaben für einzelne Güterbereiche eintragen kann.
Quellen
- Pressemitteilung Nr. 382: Inflationsrate im Oktober 2026 voraussichtlich +2,8 % Statistisches Bundesamt (Destatis), 30. Oktober 2026
- Pressemitteilung Nr. 364: Inflationsrate im September 2026 bei +3,3 % Statistisches Bundesamt (Destatis), 13. Oktober 2026
- Informationen zu ausgewählten Maßnahmen der Bundesregierung und deren Wirksamkeit auf die Verbraucherpreisindizes Statistisches Bundesamt (Destatis), 30. Oktober 2026
Mit KI-Unterstützung recherchiert und verfasst, dann am 31. Oktober 2026 in einer separaten Prüfung mit den 3 oben genannten Quellen abgeglichen. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.