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Deutschland und Europa

Euroraum wächst im dritten Quartal um 0,4 Prozent, Deutschland nur um 0,2 Prozent

Eurostats erste Schätzung zeigt Deutschland im Sommer hinter dem Euroraum. Frankreich schrumpfte, Spanien und die Niederlande wuchsen um je 0,6 Prozent.

Von Ressort Europa ·

Blaue und rote Containerbrücken am Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen, darunter ein voll beladenes Containerschiff und ein roter Schlepper, rechts dicht bewachsenes Ufer, im Vordergrund Wasser unter blauem Himmel.
Containerbrücken und Schiffe am Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen im Juni 2019. Die deutschen Exporte schwächten sich im dritten Quartal 2026 nach Angaben von Destatis merklich ab. Symbolbild · Foto: JoachimKohler-HB, „Hamburg Burchardkai Waltershofer Höft“, via Wikimedia Commons, zugeschnitten, Lizenz: CC BY-SA 4.0 (gilt auch für den Ausschnitt)
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Quellen
2, unten aufgeführt

Das Wichtigste

  • Das BIP im Euroraum stieg im dritten Quartal 2026 um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal, in der EU um 0,5 Prozent.
  • Deutschland wuchs um 0,2 Prozent, nach 0,4 Prozent im ersten und 0,3 Prozent im zweiten Quartal.
  • Frankreich (minus 0,1 Prozent) und Litauen (minus 1,0 Prozent) schrumpften, Italien stagnierte.
  • Gegenüber dem Vorjahresquartal lag das BIP in Deutschland um 1,2 Prozent höher, im Euroraum um 1,3 Prozent.

Die Wirtschaft im Euroraum ist im Sommer stärker gewachsen als die deutsche. Das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 21 Euro-Länder lag im dritten Quartal 2026 um 0,4 Prozent über dem Vorquartal, in der gesamten EU um 0,5 Prozent. Das teilte das europäische Statistikamt Eurostat am 30. Oktober in einer vorläufigen Schnellschätzung mit. In Deutschland betrug das Plus nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom selben Tag 0,2 Prozent.

Seit dem Frühjahr liegt Deutschland zurück

Zu Jahresbeginn war es umgekehrt. Im ersten Quartal 2026 wuchs die deutsche Wirtschaft um 0,4 Prozent, während das BIP des Euroraums stagnierte. Im zweiten Quartal legte der Euroraum dann um 0,6 Prozent zu, Deutschland um 0,3 Prozent. Im Vorjahresvergleich liegen beide inzwischen nah beieinander: Das deutsche BIP war im dritten Quartal um 1,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor, das des Euroraums um 1,3 Prozent.

BIP-Wachstum gegenüber dem Vorquartal: Deutschland und Euroraum Veränderung des saisonbereinigten BIP in Prozent

BIP-Wachstum gegenüber dem Vorquartal: Deutschland und EuroraumLiniendiagramm des BIP-Wachstums gegenüber dem Vorquartal: Deutschland 0,3 Prozent im vierten Quartal 2025, dann 0,4, 0,3 und 0,2 Prozent; Euroraum 0,2 Prozent, dann 0,0, 0,6 und 0,4 Prozent.0,00,20,40,64. Quartal 20251. Quartal 20262. Quartal 20263. Quartal 20260,2 %0,4 %DeutschlandEuroraum
BIP-Wachstum gegenüber dem Vorquartal: Deutschland und EuroraumLiniendiagramm des BIP-Wachstums gegenüber dem Vorquartal: Deutschland 0,3 Prozent im vierten Quartal 2025, dann 0,4, 0,3 und 0,2 Prozent; Euroraum 0,2 Prozent, dann 0,0, 0,6 und 0,4 Prozent.0,00,20,40,6Q4 25Q1 26Q2 26Q3 260,2 %0,4 %DeutschlandEuroraum
Im ersten Quartal 2026 wuchs Deutschland noch stärker als der Euroraum, seit dem zweiten Quartal liegt es dahinter. Alle Werte sind saisonbereinigt; der Wert für das dritte Quartal 2026 ist eine vorläufige Schnellschätzung. Grafik: Germany Newspaper · Quelle: Eurostat, namq_10_gdp (Schnellschätzung vom 30. Oktober 2026), abgerufen am 30.10.2026; eigene Darstellung. Eurostat ist für diese Bearbeitung nicht verantwortlich.
Daten als Tabelle
QuartalDeutschlandEuroraum
4. Quartal 20250,3 %0,2 %
1. Quartal 20260,4 %0,0 %
2. Quartal 20260,3 %0,6 %
3. Quartal 20260,2 %0,4 %

Auffällig sind die Ausschläge in Irland. Nach der Schnellschätzung sank das irische BIP im ersten Quartal um 7,8 Prozent, stieg im zweiten um 10,2 Prozent und im dritten um 5,5 Prozent. Eurostat weist darauf hin, dass die irische Schätzung als experimentell gilt und auf unvollständigen Daten beruht; sie sei mit besonderer Vorsicht zu interpretieren.

Spanien und die Niederlande vorn, Frankreich im Minus

Unter den Ländern, für die Eurostat bereits Zahlen veröffentlicht hat, verzeichnete Irland mit 5,5 Prozent den höchsten Zuwachs gegenüber dem Vorquartal, gefolgt von Estland, Spanien und den Niederlanden mit je 0,6 Prozent. Frankreich (minus 0,1 Prozent) und Litauen (minus 1,0 Prozent) schrumpften, Italien stagnierte. Österreich und Portugal kamen wie Deutschland auf 0,2 Prozent.

Veränderung des saisonbereinigten BIP im dritten Quartal 2026 in Prozent, Schnellschätzung (Vorjahresvergleich für die Niederlande, Finnland und Schweden aus kalenderbereinigten Daten)
LandGegenüber dem VorquartalGegenüber dem Vorjahresquartal
Euroraum0,41,3
EU0,51,5
Belgien0,30,7
Tschechien0,51,6
Deutschland0,21,2
Estland0,62,2
Irland5,53,6
Spanien0,62,7
Frankreich-0,1-0,1
Italien0,00,8
Litauen-1,02,3
Ungarn0,11,5
Niederlande0,62,1
Österreich0,20,6
Portugal0,22,4
Finnland0,51,8
Schweden0,42,8

Was hinter der deutschen Zahl steht

Destatis zufolge entwickelten sich die Konsumausgaben in Deutschland im dritten Quartal leicht positiv, die Investitionen gingen nach vorläufigen Erkenntnissen zurück. Die Exporte, die sich im ersten Halbjahr noch sehr dynamisch entwickelt hatten, schwächten sich merklich ab. Die bisher veröffentlichten Ergebnisse für das erste und zweite Quartal blieben bei der Überarbeitung unverändert.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 lag die deutsche Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 1,3 Prozent höher; rechnet man Kalendereffekte heraus, waren es 1,2 Prozent. Das ist deutlich mehr als im gesamten Jahr 2025: Damals war das BIP nach den Daten von Destatis preisbereinigt nur um 0,2 Prozent gewachsen. In jeweiligen Preisen erreichte es im dritten Quartal 2026 rund 1.189 Milliarden Euro.

Alle Zahlen sind vorläufig. Die Schnellschätzung für Euroraum und EU beruht auf Daten aus 19 Mitgliedstaaten, die 96 Prozent der Wirtschaftsleistung des Euroraums abdecken. Eurostat will am 13. November 2026 eine aktualisierte Schätzung veröffentlichen, Destatis ausführliche Ergebnisse für Deutschland am 25. November.

Quellen

  1. GDP up by 0.4% in the euro area and by 0.5% in the EU (Preliminary flash estimate for the third quarter of 2026) Eurostat, 30. Oktober 2026
  2. Pressemitteilung Nr. 381: Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal 2026 um 0,2 % höher als im Vorquartal Statistisches Bundesamt (Destatis), 30. Oktober 2026

Mit KI-Unterstützung recherchiert und verfasst, dann am 31. Oktober 2026 in einer separaten Prüfung mit den 2 oben genannten Quellen abgeglichen. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.